Die Gemeinschaft Evangelisch Taufgesinnter

Wir teilen Erfahrungen rund um die Gemeinschaft - vom Einstieg, dem Leben darin bis zum Ausstieg.


Diese Website ist nicht aus dem Beweggrund entstanden, die Gemeinschaft Evangelisch Taufgesinnter (GET) oder Personen darin zu verunglimpfen, sondern weil Mitglieder aus dieser Glaubensgemeinschaft Feststellungen und Erfahrungen gemacht haben, die äusserst nachdenklich stimmen.
Unser Ziel ist es nicht zu entzweien, sondern um jeden Einzelnen zu ermutigen offen über seine Erfahrungen und Erlebnisse zu sprechen. Nur ein Geist der Offenheit und Ehrlichkeit kann uns zu selbstdenkenden und selbsturteilenden Nachfolgern machen um wie die Beröer, eine Gesinnung des Prüfens und Forschens zu beweisen, welches der Apostel Paulus als “edel” bezeichnete. (Apostelgeschichte 17.11)
Dazu ist es dringend nötig, auf Ungereimtheiten und falsche Ansichten hinzuweisen. Wir wollen wenn nötig im Ernst aufrütteln, in der Liebe ermahnen und das Licht auf den Leuchter stellen.

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#1 22.03.2016 14:32:33

GET-Wissensinteressierter
Mitglied

Abweisen von Besuchern und Missionsauftrag

Eine Besonderheit der GET ist es, dass man aus Auswärtiger ohne Familienbezug zur GET nicht einfach am Sonntagfrüh z.B. in Münsingen auftauchen kann, man geht dann über den Parkplatz am Lerchenweg zum Gemeindehaus und geht dort hinein.
(Auch wenn diese obige Zugangsbeschreibung jetzt fiktiv ist, sie gilt wohl für alle Gemeinden, ob an der Bäraustraße, in der Sagistraße, in der Klybeckstraße, am Gygerweg, an Richener Weg, am Waldeckweg oder in der Kaufman Road...)

Man wird abgewiesen! Es dürfen nur Freunde, Glieder und deren Kinder hinein!

Seit wann dies so ist, ist unbekannt. In den USA wird es den Zeiten Emil Haris zugeschrieben, obwohl jener bestimmt durch seine rethorischen Fähigkeiten wohl sich des Besuchers angenommen hätte, wenn es mich recht dünkt. Seit wann es in Deutschland und der Schweiz so ist, ist unbekannt.

Hier sind einige Berichte, sofern es Verantwortlichennamen gibt, die heute nicht mehr leben, habe ich sie genannt, falls jene noch leben, diese entweder nicht genannt oder abgekürzt. Eingeweihte wissen, wer gemeint ist.

aus Heilbronn:
a) Zur Zeiten Werner Hirschs  war er schon oben am Pult und sah, dass auf den Bänken einige unbekannte Frauen saßen. Jene waren aus Ungarn, wohl Nazarener. Er ging extra hinunter, nicht um sie zu begrüßen, sondern sie zu beten, zu gehen, sie müssten erst einen Termin haben,  bei dem besprochen werden würde, ob sie teilnehmen dürften.

Was war also geschehen? Hatten sie etwas verbrochen?
Man drängte sie hinaus, obwohl sie nichts getan hatten. Sie saßen sicherlich ruhig auf den Bänken, erwarteten eine Betrachtung, werden wohl des Deutschen mächtig gewesen sein, also Donauschwaben oder Ungarndeutsche.

b) Im damaligen apostolicdiscussionforum gibt es einen Eintrag, der besagt, wie mit Neuzukommenden zumindest in Heilbronn umgegangen wurde:

„Newcomers are taken out, even when they already sit in the pew. They have to make an appointment to first get "checked out".  → Herausbitten, auch wenn schon sitzend, Termin machend und dann „gecheckt“ werden, sich also einer Befragung unterziehen.
Quelle: http://apostolicchristiandiscussion.yuk … vKt4NLhDs0


aus Nagold drei potenzielle Beispiele:
b) Im Jahre 2015 wurde berichtet, dass in den Sonntagsgottesdienst ein Mann plötzlich kam, der angefangen hatte, und dann zur Rede gestellt wurde. Man sagte ihm: So einfach zu kommen, gehe nicht!. In Nagold gibt es wohl keine Wachleute an der Tür, aber drinnen bleiben, dürfte man auch nicht, wenn nicht erlaubt. Man sei als Fremder einfach nicht willkommen. In Nagold gibt es sogar noch eine zweite interessierte Person, mit der der/die Informant/in Kontakt habe, die auch nicht hinein dürfe.

c) Ob dieser Hereinplatzende identisch ist mit der Person, die seit drei Jahren versucht, Einlass in Nagold zu bekommen, ist unklar. Da diese Person wohl nicht ganz ehrlich war (sie behauptete, aus orthodoxer Kirche mit lateinischen Gottesdiensttexten zum Vorlesen zu sein. So etwas gibt es gar nicht! Ich fragte nach, die Antwort, darauf war seitdem Stillschweigen-verdächtig!), sehe ich keinen Anlass den Bericht nicht öffentlich zu machen. Inwieweit er gelogen war, kann ich also nicht ermessen. Die Altmennoniten sind nun nicht gerade das wichtigste Thema, um eine Lüge in die Welt zu streuen, ich denke also, er wird einen gewissen Erfahrungshorizont besitzen.

Auf jeden Fall behauptete die Person, sie versuche seit drei Jahren in Nagold einmal einen Gottesdienst zu besuchen, wurde aber immer abgewiesen.
Die Person behauptete, sie habe schon Gespräche mit den(m?) Ältesten geführt( was letztlich bei Nagold nur sich auf den Schweizer aus Basel beziehen könnte) und sie habe alles geändert, folge Jesu nach, und trotzdem sei ihr der Besuch bisher nicht erlaubt worden. Sogar in einem Brief sei ihr bisschen Hoffnung gemacht worden, dass die Bekehrung eine Sache Gottes sei, nicht von Menschen durchgeführt werde.



aus Rüti/Zürich
d) In Rüti mag auch einmal ein Besucher an der Tür gewesen sein. Auf jeden Fall fiel im Versammlungssaal auf, dass ein Lehrbruder von der Türwache nach vorne gerufen wurde. Da dies ungewöhnlich ist und auch kein medizinischer Notfall der Gemeinde gemeldet wurde, war es wahrscheinlich ein Besucher, der mithilfe des Lehrbruder abgewimmelt wurde.



aus Fairbury, IL
Dies ist der neueste und am besten dokumentierte Fall, der zudem einer bestimmten Person, bei der man nachfragen kann zugeschrieben werden kann.
Der Bericht stammt vom 1. Januar 2016 und bezieht sich auf einige Sonntage davor in Illinois.
Ein ACCA-Mitglied (T.D.) aus Bluffton, IN kam zu meinem Informanten und berichtete über ein befremdliches Erlebnis am selbigen Morgen. Er und seine Frau waren in Fairbury zum Frühstück bei seinen Großeltern gewesen und er hatte im College Deutsch gelernt (also Kurse genommen) und wollte seine Kenntnisse erweitern und auch die Sprache mal anwenden. So lag es nahe, als er von der German ACC in Fairbury hörte, dort einen Besuch abzustatten.
Sie kamen also dort um 9.20 Uhr an und betraten das Gebäude. Niemand war zuerst zu sehen. Später wurde ihm vom Informanten gesagt, dass sei auch kein Wunder, denn die Glieder kommen schon ca. 9.10 Uhr an und gehen dann ins Sanctuary (also den Versammlungssaal), um einander zu grueßen. Es werde nur dort mit dem heiligen Kuss auf die Lippen gegrüßt, nirgendswo anders sei es erlaubt.

So standen sie nun wenig unterhalb im „Hallway“, wohl dem Foyer/der Wandelhalle für einige Sekunden und einige ältere Frauen kamen auf sie zu („walked up“...klingt also ob sie im Esssaal unten gewesen seien, um vielleicht etwas vorzubereiten, könnte also auch „kamen die Treppen hoch“ bedeuten). Ihre Augen nach unten auf den Boden gerichtet, fragten sie nach ihren Namen und was sie hier täten. Er erzählten, dass er gerne einen deutschen Gottesdienst besuchen wolle, weil er seinerzeit auch Deutsch gelernt hatte.
Sie sagten ihm allerdings, dass dies wahrscheinlich nicht möglich sei, er solle aber warten, sie würden jemanden holen.
Bald kam ein Mann mittleren Alters (wohl der Lehrbruder J.H.) die Treppen hinunter und bat sie, mit in den Kellerbereich zu kommen, dort, wo wohl der Esssaal nebenan sei, wo ihnen von ihm etliche Fragen gestellt wurden. Nach vielen Fragen erzaehlte er ihnen,  dass sie nicht für den Dienst (also Gottesdienst, die Betrachtungen) bleiben könnten, gab ihnen aber die Nummer von Robert Hari in Oregon, den sie kontaktieren sollten.
Diesen riefen er an (in Oregon wird es einige Stunden davor gewesen sein durch  andere Zeitzonen, also dort noch nicht Versammlungszeit, eher Frühstück) und redete mit ihm am Telefon über zehn Minuten. Robert sagte ihm, er sei in der falschen Kirche, er solle gerade gehen und seine normale Kirche besuchen. Allerdings sagte er noch, dass, wenn es der Weihnachtstag gewesen wäre, so wäre es eine kleine Chance gewesen, dableiben zu dürfen, aber nicht an einem Sonntag.
Der Bericht schließt ab, mit der Bemerkung, dass sie überhaupt keine „Outsiders“ gerne sehen und es schon schwer genug sei für einen Ehemann oder eine Ehefrau, die die Gemeinde besuchen und von außen kämen. (also bei gemischten Paaren)


Nun, was hatten diese beiden Interessierten, denen der Sonntagmorgen so wichtig war, dorthin zu gehen, begangen?  Nichts!
Sie erhofften, nette Menschen zu treffen, die Deutsch sprechen würden.
(Darin wären sie allerdings bisschen enttäuscht worden, besonders bei der jüngeren Generation, aber eben erfolgreich gewesen bei der älteren.)
Sie waren natuerlich auch neugierig, hatten wohl keine Pläne beizutreten oder sonstwie, aber ist das nicht egal? Sät man nicht mit Hoffnung und erntet Dank? Muss man nicht erst die Hand bieten, bevor man ernten kann und erst wachsen lassen, bevor die Frucht gediehen ist?
Niemand kommt zu einer Gruppe und hat schon fest vor, beizutreten. Es ist zuerst Interesse vorhanden, und jenes, wenn man es fördert, kann auch zu einem Beitritt führen.
Sie hätten einen Einblick in die Gemeinde bekommen, der vielleicht nicht zu den Bestätigungen führte, die es immer wieder gibt: fremdenfeindlich. Sie hätten eigene Erfahrungen gezogen, könnten sagen, dass die Gemeinde vielleicht reserviert war, aber dass sie freundlich empfangen wurden, eine schöne Zeit erlebten und so z.B. mal den schlechten Ruf abgemildert hätten.


Nichts dergleichen konnte geschehen, weil ihnen schon das Dableiben, um eigene Erfahrungen zu sammeln, verwehrt wurde. Das ist sehr schade...und besonders: unchristlich.


Der Missionsbefehl gilt weiterhin!
Denn: Als Christen stehen wir unter einem Befehl: „Macht Jünger aus allen Völkern“
Dieser Aufrufe ist niemals zeitgebunden gewesen, noch aufgehoben worden. Da man argumentieren könnte, es gäbe doch schon christliche Gemeinden um die GACC herum, so würde das bedeuten, die anderen seien Christen und ebenso auf dem Heilsweg.
Wenn dem so wäre, könnte man doch auch Mischehen erlauben? Dann könnte man doch Prediger austauschen? ...
Dem ist aber eben nicht so, denn die einzige wahre Gemeinde Gottes besteht nach der Eigendefinition aus der GACC selbst, alle anderen sind weltlich und auf breitem Wege.

Somit unterliegt diese, wie jede Gemeinde, die diesen Anspruch hat, auch dem Missionsbefehl, denn es gilt, auch die Verirrten in anderen christlichen Gemeinden herbeizurufen.

Gerade diese Verirrten woanders, die die Wahrheit nicht hören (Eigenanspruch), müssten doch wenigstens die Gelegenheit bekommen, diese hören zu dürfen, wenn sie schon in der Tür stehen.


Fröhlich wurde auch empfangen!
Historisch gesehen besteht hier auch ein Widerspruch: Keiner der Freunde oder Mitglieder der GACC wäre jemals ein Gottesdienstbesucher geworden, wenn nicht ein Vorfahre unter dem Einfluss Fröhlichs entweder seinen Predigten oder den Predigten seiner Nachfolger zuhörte und selbst in ein anderes Versammlungsgebäude gegangen wäre (also die vorherige Gemeinde innerlich verließ), wenn ihnen dieser Zugang nicht gewährt worden wäre(es bestand also Offenheit einst, Gäste zu empfangen) oder eben das eigene Gemeindehaus für Fröhlich geöffnet hätte.

Fröhlich war ein Wanderprediger im klassischen Sinne, er predigte an verschiedenen Orten, teils eingeladen, teils eben, wenn er sich bewusst war, dort gäbe es „unruhige und suchende Menschen“, eben an Orten, die er bewusst aufsuchte und dort in Räumlichkeiten, die ihm offen standen und jedem Zuhörer offen standen. Aus den historischen Berichten geht eher hervor, dass es versucht wurde, Leute an dem Hineinkommen von außen zu hindern, hier geschah dieses aber durch das Versperren von innen.
Nächstenliebe muss sich dem besonders dem Fremden gegenüber zeigen!
Ich komme nun zu dem eigentlich Punkt an der Sache.
Was ist ein Christ, wenn er sich nicht unterscheidet vom Mitmenschen? Es muss einen Christen doch etwas auszeichnen.
An vielerlei Stellen spricht Jesus davon, was einen Christen ausmacht:

„Er soll ein Licht für die Welt sein!“
Demnach ist die Welt dunkel, so Christen sind leuchtet es, die anderen haben ein Bestreben dorthin zu gelangen und treten bei!
Hier scheint es eher, über den Lampenschirm wird noch eine dunkle Decke gehüllt, damit niemand es mitbekommt.

„Was ihr dem Nächsten tut, so habt ihr mir getan!“
Demnach hat das Tun gegenüber Fremden (nicht nur Familienangehörigen, das ist normal) einen Beweischarakter, es ist wie ein Beweis vor Gericht, ob man wirklich den Glauben inwändig besitzt. Denen, die nicht emotional eng mit einem selbst verbunden sind, denen gilt dieses Tun...Dass eine Mutter sich um ihr Kind kümmert, ist normal...dass sie ihre Liebe nach außen zeigt, ist das Besondere, darum geht es.

Weitere Bibelstellen könnten aufgezeigt werden, auch die obigen, wo sie vom Inhalt zu finden sind.
Es steht nirgends in der Bibel: „Schließt eure Türen vor der Welt!“ „Lasst nur eure Familie hinein!“, „Wimmelt Gäste mit unehrlichen Aussagen ab, sie könnten dermaleinst eine Chance vielleicht habenm besuchen zu dürfen!“.
So etwas steht nirgends, darum ist das Handeln sogar verwerflich....es geht an den Kern christlichen Glaubens vorbei.

Jesus ist im Fremden gegenwärtig
Die Frage ist wirklich, wenn verglichen wird, was wir anderen tun und Jesus sagt, das täten wir ihm ebenso (symbolisch), was heißt es dann?
Es heißt, im Fremden kann auch  Jesus stellvertretend an der Tür um Einlass bitten. Jesus wird dies erinnern, Gott beschaut dies quasi vom Himmel aus, er bekommt unser Handeln mit.
Wenn wir am Jüngsten Tag vor Jesus stehen, er zu richten hat und wir sagen, wir wären so treue Christen gewesen, dann erinnert er sich: Wie bist du mit dem und jenem umgegangen? Und nun willst du, ich soll mit dir gnädiger umgehen? usw. usw.
Zwar ist das Türezuhalten noch kein Verbrechen, aber in Konsequenz wäre auch das Türezuhalten im Himmel bildlich gesehen, noch kein Verbrechen..nur die Konsequenzen sind die gleichen:
Wenn der Himmel nicht offen wäre, wo landet man dann? Man ist also verantwortlich dafür, wenn jemand gar keine Chance bekommt.

Ich frage abschließend:
a) Würde Jesus heute Einlass in einer GET-Versammlung bekommen, wenn er einfach erschiene?
b) Wird der wahre mitmenschliche Glaube nicht dadurch getestet und bewiesen, wie man mit seinen Mitmenschen umgeht?
c) Wird dermaleinst gesagt werden vom Richter: Ach, egal, wie ihr mit anderen umginget, es zählt nur, wie ihr mir gegenüber den Anschein wahrtet! ?

Ich glaube kaum, Glaube beweist sich im Handeln im Jetzt.

Beitrag geändert von GET-Wissensinteressierter (23.03.2016 18:10:41)

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#2 23.03.2016 09:08:31

Timotheus
Mitglied

Re: Abweisen von Besuchern und Missionsauftrag

Ja es ist traurig, dass Besucher teilweise abgewimmelt werden. Wie muss das unseren Herrn treffen, wenn einer suchenden Seele der Zugang zum Wort, zu SEINEM kostbaren Evangelium verwert wird. Mein grösster Herzenwunsch wäre, dass in der GET sich alles nur noch um IHN unseren Herrn und Heiland drehen würde, ja dass nur ER der alleinige Mittelpunkt der Gemeinschaft wäre.
Es wäre für alle ein grosser Segen.
Lasst uns darum beten!

Bist Du errettet?
Wenn noch nicht, dann lies in der Bibel, dem kostbarsten Buch das wir haben dürfen, der Herr wird dir, wenn du aufrichtig zu Ihm kommst, den Weg weisen. Geh noch heute mit deiner ganzen Lebensschuld zu IHM unserem Heiland, er stösst niemanden der aufrichtig zu IHM kommt hinaus!
Joh. 3.16
Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit JEDER, der an IHN glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges leben hat.

So gross ist unser Herr, IHM alleine gebührt alles Lob, aller Dank, alle Ehre und Anbetung!

Beitrag geändert von Timotheus (15.09.2017 18:32:56)

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