Die Gemeinschaft Evangelisch Taufgesinnter

Wir teilen Erfahrungen rund um die Gemeinschaft - vom Einstieg, dem Leben darin bis zum Ausstieg.


Diese Website ist nicht aus dem Beweggrund entstanden, die Gemeinschaft Evangelisch Taufgesinnter (GET) oder Personen darin zu verunglimpfen, sondern weil Mitglieder aus dieser Glaubensgemeinschaft Feststellungen und Erfahrungen gemacht haben, die äusserst nachdenklich stimmen.
Unser Ziel ist es nicht zu entzweien, sondern um jeden Einzelnen zu ermutigen offen über seine Erfahrungen und Erlebnisse zu sprechen. Nur ein Geist der Offenheit und Ehrlichkeit kann uns zu selbstdenkenden und selbsturteilenden Nachfolgern machen um wie die Beröer, eine Gesinnung des Prüfens und Forschens zu beweisen, welches der Apostel Paulus als “edel” bezeichnete. (Apostelgeschichte 17.11)
Dazu ist es dringend nötig, auf Ungereimtheiten und falsche Ansichten hinzuweisen. Wir wollen wenn nötig im Ernst aufrütteln, in der Liebe ermahnen und das Licht auf den Leuchter stellen.

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#1 23.09.2015 15:19:07

GET-Wissensinteressierter
Mitglied

Fröhlich-Schriften und Gemeindeprotokolle

Gesucht werden Berichte aus Gemeindeversammlungen und auch Fröhlichschriften, die man hier hochladen kann, um sie später online zu lesen oder auf den eigenen Rechner speichern kann: Am besten eignet sich dafür ein pdf-Format.

Folgendes ist schon vorhanden und kann nun genutzt werden.

1) Fröhlich schrieb ein Traktat "Geistliche Brosamen".
Hier ist dieses Dokument:
Geistliche Brosamen von Samuel Fröhlich -auf Schreibmaschine-.pdf

Das Traktat ist schreibmaschinengetippt und wurde in dieser Form mehrfach auch kopiert und Interessierten gegeben. Durchgängig wird durch S.H. Fröhlich biblisch untermauert, wie er etwas und warum er dies so und so sieht. Es hat ein wenig Katechismus-Charakter, weil es vieles zusammenfasst und darstellt.



2) Über die Trennung 1907 schrieb Johann Zehnder, der Bruder des Unvertragsamen Fritz Zehnder eine Protokollfassung.
Diese kann hier heruntergeladen werden:
Vorgänge und Vollzug 1907.pdf

In diesem Protokoll schreibt Johann Zehnder über die Trennungsjahre, die Entwicklung, die es bis dahin genommen hatte und wie es weiterging. Es werden die Namen der involvierten Parteien genannt und auch, wer auf welcher Seite verblieb. Es zeigt auchin Teilen, welche Namen es damals bei der GET einmal mitsamt deren Familien gab, die heute verschwunden sind.




3) 1940 kam es zu einer gemeinsamen Versammlung der vertragsamen mit den unvertragsamen Ältesten. Diese ist hier protokolliert:
Kurzer Bericht über die Aussprache 1940.pdf

Darin berichtet der liberale Protokollführer über das Treffen, wie man vieleicht doch wieder zusammenkommen könne. Es war erfolglos, man ging ohne Einigung auseinander. Interessant ist, dass die Frage des "Netzli" hier angegangen wird.
Die heutige ETG war zu diesem Zeitpunkt sehr konservativ, was die liberale Seite auch ausdrückt. Sie waren beide sogar sehr ähnlich, außer in Fragen der Traditionsbewahrung und eben des Oberlippenbartes.


Wer kann hierzu Ergänzungen an Literatur beibringen? Es wäre schön, wenn sich noch mehr Literatur von Fröhlich, von und über die GET hier zum Hochladen fände. Sicherlich gibt es noch in Schubladen lange Zeit nicht gelesene Literatur oder sogar Protokolle von Versammlungen, die man der Allgemeinheit zugänglich machen könnte.

Beiträge sind herzlich willkommen!

Beitrag geändert von GET-Wissensinteressierter (23.11.2015 01:47:10)

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#2 01.10.2015 09:47:04

GET-Wissensinteressierter
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Re: Fröhlich-Schriften und Gemeindeprotokolle

Hier ein neues Dokument aus der Geschichte der Gem. ev. Taufgesinnten.
Dieses berichtet über die Spaltung auf dem Giebel/Langnau oder bei Bärau.

Spaltung auf Giebel 1908.pdf

Das Dokument erklärt zudem, dass bei der Teilung des Gemeindevermögens und der Armengelder(also Fürsorgegelder für Hilfsbedürftige) der vertragsame Teil ein Viertel bekam, der unvertragsame dreiviertel, so wie die Verteilung nach der Spaltung war.
Es blieben somit 3 von 4 Mitgliedern bei den Unvertragsamen, zumindest bei den Mitgliedern, ob Freunde ebenso könnte auch sein.

Neue Beiträge und Dokumente jederzeit willkommen!
Interessant wären auch Protokolle der unvertragsamen Seite!

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#3 16.05.2016 18:03:29

GET-Wissensinteressierter
Mitglied

Re: Fröhlich-Schriften und Gemeindeprotokolle

Zu der 1932er Spaltung habe ich einen Bericht verfasst, bei dem ich mir, zweckes Ergänzungen und Berichtigungen(falls etwas falsch ist) Hilfe gerne wünsche. Wer mir also etwas schicken möchte, darf dies gerne unter der Email-Funktion bei den Mitgliederprofilen tun.

Freundlicherweise erhielt ich folgendes Dokument von einem Forumsbesucher zugeschickt, welches das Protokoll der Brüderversammlung am 18. März 1932 in Lützelflüh umfasst.
Es war sehr dienlich, einen genaueren Einblick in die Spaltung 1932 in Amerika zu bekommen, es bietet aber auch ansonsten eine Masse an zusätzlichen Informationen.

Eingerahmte_Fassung_der_AllgemBrüdervers1932.pdf

Vielen, vielen Dank für die Zusendung des Berichtes, den ich hier hochladen darf und vielen Interessierten nun zur Verfügung steht.

Ebenfalls an folgender Stelle habe ich dieses Dokument noch zum Herunterladen platziert. Es besitzt dort sogar inhaltlichen Bezug:

»Beziehung zu Amerika» Die 1932er Spaltung

Beitrag geändert von GET-Wissensinteressierter (18.05.2016 14:35:39)

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#4 16.05.2016 23:04:42

FreundlicherBesucher
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Re: Fröhlich-Schriften und Gemeindeprotokolle

Das ist aber faszinierend.  Meines Wissens gibt es keine andere (vorhandene) Protokolle von der unvertragsamen europäischen Seite ... oder???

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#5 17.05.2016 14:48:06

GET-Wissensinteressierter
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Re: Fröhlich-Schriften und Gemeindeprotokolle

Hallo FreundlicherBesucher,

ich denke, es gibt noch viel mehr Protokolle, denn

1. liegt es im Natürlichen, dass Diener Sitzungen protokollieren, zusammenfassen usw., nicht nur, wenn Ausschlüsse stattfinden, sondern auch Taufen, Beerdigungen, neue Regeln gelten usw. Dies bleibt wahrscheinlich eher ein nicht mal den Freunden mitgeteilter Zustand, jedenfalls nichts nachzulesen oder als Schrift zu erfragen. Die GET hat allerdings Vereinsstatus und Vereine sind, zumindest nach deutschem Recht, verpflichtet, Sitzungen abzuhalten und z.B. Jahresversammlungen durchzuführen und zu protokollieren. Der Verein kann nur einige Mitglieder haben, die Gemeinschafts-Gläubigen und Freunde werden wohl nebenbei erfasst sein.

2. Die GET übt starken Druck aus, z.B. vor Taufen die Sündenliste zu führen usw., das führt dazu, dass es Akten zu Einzelpersonen gibt, die auch verwahrt werden. Dies müssen mittlerweile ganze Akktenschränke sein, wahrscheinlich in Kellern von Versammlunsghäusern. Allein schon dieses "Bedürfnis" Intimes zu erfahren und zu erfragen, dies zu verwahren, lässt im Umkehrschluss nachvollziehen, dass man sonstige Sitzungen durchaus ebenfalls notiert, verfasst und verwahrt, besonders, wenn sie organisatorischen Charakter haben. Das ist dann 1. Zusammenfassung von Ergebnissen, 2. gibt die Möglichkeit nachzulesen, 3. gibt die gemeinsame Tragweite wieder(z.B. mehrheitlich angenommen, kein Diener stimmte dagegen) usw.
Ich halte es für höchstwahrscheinlich, dass eine Gemeinschaft, deren Führung so viel Wert auf Notizen und schriftlichem Wissen über Taufwillige Wert legt, das Leichtere, nämlich Sitzungsprotokolle, erst recht verfasst und sammelt.

3. Etwas anderes ist es, inwieweit solche Austäusche zwischen den Dienern noch stattfinden, denn nach Etablierung des Ältestenprimats unter Hans Lehmann auch in der Schweiz, waren die Sitzungen wohl eher Zustimmungssitzungen von oben(ihm) diktierter Vorgaben und Gedanken, denen man sich anzuschließen hatte. Es ist anzunehmen, die 1932er Diskussionskultur (auch wenn man schon den Druck spürt, den die Zweifler, Warten-Wollenden damals schon ausgesetzt waren, man lese die Kehrtwende der Argumentation, wie es angehen könne, dass man noch Zweifel habe und Einwendungen nach der Äußerung von Viktor Klaus) ist wohl nicht mehr vorhanden, denn  einen Grund muss es ja haben, dass (wohl der damalige) Emil Kaiser als Ältester abgesetzt wurde und es keinen mehr im deutschen Raum gibt. Nur am Alter kann es nicht liegen, dann es besteht weiterhin Ersatzbedarf.

4. Es ist nicht bekannt, dass Protokolle von Dienersitzungen der Gemeinde, Laien oder selbst Lehrbrüdern(von Ältestenseite aus) zum Lesen gegeben werden, eher ist es unbekannt, man weiß von nichts. Einiges wird nur den Gläubigen mitgeteilt, anderes erfahren wohl auch die Freunde, was aber konkret verhandelt wurde zwischen den Dienern wird nicht detailliert offenbart und kundgetan. Es wird aber solche Protokolle geben, allein der Ordnung halber.

5. Es müsste nach meinem Dafürhalten etliche Protokolle geben, die noch irgendwo verwahrt werden, aber nicht an die Öffentlicheit gelangen sollen, aber dürften. Und selbst, wenn man annimmt, dass nur ein Exemplar verfasst wurde, so werden vor dem massenhaften Nutzen der Computertechnik bestimmt ein oder zwei Durchschläge gemacht worden sein, und heute erst recht so etwas, sogar digital abgespeichert, mehrfach ausgedruckt, schon allein aus Sicherheitsgründen, falls das Original verloren geht.

6. Wenn es früher einmal einen offeneren Umgang mit dem Ablauf der Dienersitzungen gegeben hat, so müssten noch viele Protokolle existieren, die an etliche Person verteilt wurden oder zur Abschrift ihnen vorlagen. Das Interesse der Person, die das 1932er Protokoll abschrieb, wird nicht ein Einzelnes gewesen sein, sondern wahrscheinlich waren viele interessiert und haben ebenso nach dem Inhalt gefragt, es nachgelesen, usw..
Die Hoffnung besteht, dass in einem Haushalt, deren Mitglieder, Vorfahren usw. Leitungsfunktionen hatten oder haben, sich solche älteren Protokolle, wenn nicht sogar neuere, befinden. Bei der Zahl der Ausschlüsse, die stattgefunden haben, ist es wahrscheinlich, dass in Schubladen und Aktenordnern, etwaig auch in Heften, wie hier, sich Protokolle finden, derer man nicht habhaft werden konnte, um sie wegzuverwahren, sondern, die über Generationen verwahrt wurden, teils unbeachtet usw.. Das ist sogar sehr wahrscheinlich bei all den Dienernamen von damals, deren Nachkommen nicht mehr in der GET sind.

Bei denen, die durch dynastische Erbfolge gekennzeichnet sind, z.B. Lehmann folgte Lehmann, wird von Verwahrung im eigenen Hause ausgegangen werden muessen und eher von Geheimhaltungspolitik, aber eben mit Wissen, es gibt solche.

Aufschlussreich sind auch Briefe, die untereinander geschrieben wurde, die dann eher privat sind, aber wenn Diener untereinander schrieben, so war der Inhalt immer auch offiziell, dies war sogar das einzige, was oftmals die Personen verband. In dieser Hinsicht sind auch solche Korrespondenzen aufschlussreich.

Es ist zu hoffen, dass noch mehr Protokolle auftauchen, so dass die Geheimnisse um die Gemeinschaft evangelisch Taufgesinnter jedem Interessierten zur Kenntnisnahme möglich gemacht werden können. Nur Offenheit verhindert Machtmissbrauch und ermöglicht Durchblick.

Lieber FreundlicherBesucher, du darfst mich auch gerne per Email-Kontakt anschreiben, ich würde mich auch freuen. Ich würde mich aber auch sonst über jegliche Email freuen, die helfen kann.

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#6 14.06.2016 15:27:05

FreundlicherBesucher
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Re: Fröhlich-Schriften und Gemeindeprotokolle

Ich hoffe auch dass noch mehr Protokolle auftauchen.

Auch noch: Das obengenannte Traktat ("Geistliche Brosamen") ist anscheinend noch auf Englisch verfügbar.

The tract "Geistliche Brosamen" (Spiritual Breadcrumbs) appears still available at this link just above.

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#7 15.06.2016 11:53:17

GET-Wissensinteressierter
Mitglied

Re: Fröhlich-Schriften und Gemeindeprotokolle

Auf Englisch ist fast alles von Fröhlich vorhanden, sie(die Apostolic Christians) übersetzen ja heute noch Schriften und Teile, wenn sie neue finden. Es gibt Bücher, eine Froehlich Library und Einzelbände unter

http://www.acpublications.org/Froehlich-Library.html

Die ganzen Schriften soweit gibt es unter
http://www.acpublications.org/product79.html 
zum Herunterladen, aber eben auf Englisch in Übersetzung.
Man kann sie auch als Bücher kaufen, es sind schöne schwarze Bände mit Goldschnitt, aber das Porto nach Deutschland kostet mittlerweile sehr viel, selbst als M-Bag (also Seesacksystem). Das muss man sich überlegen!

Schade ist, dass es Vergleichbares als Zusammenstellung nicht auf Deutsch anscheinend von selber Quelle gibt zum Herunterladen, sondern nur Einzelschriften hier und dort in Archiven, die dort oder privat wohl abgescannt wurden. Es wäre ein Leichtes, die vorhandenen Drucke oder Transskriptionen in lateinische Schreibmaschinenseiten durch einen Massendurchlaufscanner zu schicken(wie es Behörden heute oft mit Post machen) und dann digital zu speichern, dafür bräuchte man aber wohl die Hilfe der Amerikaner, die die Transkription der meisten Fröhlich-Schriften in Lateinbuchstaben vorgenommen haben, bevor sie jene ins Englische übersetzten...und der Elan müsste eben durch ein Interesse auf deutscher Seite belohnt werden. Letzteres ist nicht in ausreichender Zahl vorhanden! Man kann somit nur auf Enthusiasten hoffen, wie es sich hier im Forum ja ergeben mag, die eine Fröhlich-Schrift besitzen und dann digital speichern und hochladen.

In Anbetracht aber der Unbedeutenheit, die Samuel Fröhlich selbst bei den Unvertragsamen hat (wer liest überhaupt und hört von seinen Schriften seit Jahrzehnten!) und ebenso bei der ETG(die liberale Gemeinde hat auch nichts digitalisiert und als "Schriften des Gründungsvaters" zusammengestellt), ist aber eher die Prägung der strengen Gemeinden durch Fröhlichs Auslegung noch von Bedeutung, so etwas tradiert sich lange fort, z.B. die Eheanbahnungen durch Ältestenmitentscheidung sind ein Erbe Fröhlichs, der Begriff "Freunde" wohl auch, die strengen Bedingungen, wann man getauft werden kann, sind ursächlich wohl eine Fortentwicklung fröhlich´scher Spätregeln in seinen letzten Jahren usw. Unbekannt wirken seine Grundlehren fort...das Quellenstudium findet aber in seinen Schriften nicht statt, zumindest nicht als Gemeinde.

Kurz gesagt: Die Prägung ist wohl markanter als die Lesung der Schriften! Sie ist tradiert und nicht erneuert durchs Lesen!

Es wäre schön, wenn jemand vielleicht auch kleine Traktate hat, oder Protokolle, und diese selbst oder mit Hilfe von Freunden oder Bekannten abspeichert und zur Verfügung stellt. Das scheint bisher die einzige Möglichkeit zu sein, langsam mehr und mehr zur allgemeinen Verfügbarkeit zusammenzustellen.

Beitrag geändert von GET-Wissensinteressierter (15.06.2016 12:19:30)

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#8 24.08.2016 08:58:20

GET-Wissensinteressierter
Mitglied

Re: Fröhlich-Schriften und Gemeindeprotokolle

Das Protokoll der Dienerversammlung der unvertragsamen Seite von 1962( zwei der mehrfachen Teile sind bisher vorhanden) ist nun auch zum Herunterladen verfügbar.

Dieses ist ganz neu zu mir gekommen.
Darin ermahnt die Gemeindeleitung nicht mit einer Hand Auto zu fahren! Um was man sich auch immer kümmerte!
Ich hoffe, irgendwann gibt es kein Protokoll, worin steht, wie man gesetzestreu Geschirr wäscht!

Neben dem trivialen Inhalt, wird die Frage wann man den Bruderkuss geben solle, erwähnt. Das wäre dann mal ein geistlicher Inhalt passend zu einer Religionsgemeinschaft.


BruedVers_der_GET_in_Basel_20_Oktober_1962.pdf


Es liegt auch das Protokoll von 1898 nun vor, allerdings umfanglich noch viel zu groß. Evtl wird dieses auch hochgeladen, es würde eher die Zeit der Spaltung davor zeigen. Bei dem sehr umfangreichen Protokoll böte es sich an, Ausschnitte zu scannen, die sich mit der Schnurrbartfrage beschäftigen.

Über den Ausschluss und die Meidung, wie sie zu halten ist, informiert folgender Beschluss von Basel und Heilbronn aus dem Jahre 1960:

Ausschluss_und_Meidung_BruedVers_1960.pdf


Natuerlich soll ein Ausschluss dazu dienen, wenn es wirklich sich unmoralisch verhaltende Gemeindeglieder gibt, diese durch die Meidung zur Buße zu bringen, aber stimmt denn diese Anwendung bei der GET, wenn es nur darum ging, Macht zu sichern?
Waren es wirklich Sünder, die zu Dutzenden hinausgeworfen wurden? Die Bestrafung ist nicht als Terrorinstrument gemeint, nicht als Einschüchterungsmittel, sondern als letztes Mittel bei wirklichen Sünden.

Interessant ist, dass in diesem Schreiben, theoretisch jede Sünde auch verziehen werden kann, in diesem Sinne kann also jeder Reuige wieder aufgenommen werden und es wird nicht getrennt zwischen "ewigem Ausschluss" und "zurücknehmbaren Ausschluss". Das wäre dann ja wirklich biblisch, aber nicht mehr traditionell nach Fröhlich. Ist da etwa ein Konstruktionsfehler bei der Formulierung geschehen?
Können demnach Ehebrecher, Diebe, Wirtschaftskriminelle, Mörder usw.. alle wieder aufgenommen werden, wenn sie wahre Reue zeigen? Oder bleibt es doch beim alten, dass ein Ehebrecher niemals wieder aufgenommen wird, aber ein Dieb schon vielleicht, wenn beide Reue zeigen?

Beitrag geändert von GET-Wissensinteressierter (02.09.2016 22:19:34)

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