Wir teilen Informationen und Erfahrungen bezüglich der Gemeinschaft der Evangelisch Taufgesinnten - GET (Nicht Nazarener).
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Beitrag geändert von Basler (10.09.2025 15:37:56)
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Lieber Basler,
auch wenn dieses Forum fast tot ist, die Beiträge nicht mehr kommen, schauen wohl noch manchmal Menschen hier rein. Das ist schön.
Ich habe auch lange nichts mehr geschrieben, warum auch, wenn von der anderen Seite nichts kommt, Austausch nicht stattfindet, Einträge nicht zu Nachträgen führen oder Erweiterungen und ein Auswärtiger wie ich noch allerlei unehrlichen Interesses beschuldigt wird, im Gegensatz zur Annahme, die Ausgetretenen seien nun geläutert und weltoffen und trügen nicht mehr den Ballast mit sich, der jahrelang auf ihnen lag. Dieser Ballast kam immer wieder durch, durchs Schwarzweißdenken, ein neues Heil gefunden zu haben, aber nicht an der Vergangenheit gearbeitet zu haben oder nicht an den Kern einer Sektendefinition heranzugehen und selbst den eigenen Anteil am Geschehen, wie auch immer, kritisch zu hinterfragen.
Da musste die Zeit in der GET dann noch immer zu gut sein, dass man sich fragte, warum dann nicht jene geblieben sind. Ein Gemeinschaft, die aber nur so lange als gut definiert wird, indem man sich selbst zurückhält, nichts Kritisches zu sagen, um dann abgestraft zu werden, das ist nur eine Zwangsgemeinschaft und nicht moderne Ansicht davon. Aber egal, das wurde hier auch schon in Länge andiskutiert.
Ich möchte eines oben Ihrer Angaben korrigieren, es mag an Ihrem jungen Alter damals liegen.
Emil Hari (1890-1975) hatte keiner Kinder.
Das habe ich schon vorher einmal mitgeteilt, hier die Kopie von der Stelle:
03.03.2019 19:51:27
GET-Wissensinteressierter
Mitglied
Hallo Basler,
Emil Hari hatte gar keine Kinder. Er war Zwilling mit seinem Bruder Gottlieb, der aber in der ACCA blieb, heiratete zuerst eine Bolliger(Adele), dann später eine Glück(Marie).
Beide Ehen blieben kinderlos, wobei die letzte Ehe eine Altersehe war(1964 geheiratet, da war er 74).
Emil Hari war der Onkel von Robert Hari.
Und Robert Hari heiratete die Adoptivtochter vom Ältesten Werner. Ernest Werner und Emil Hari waren Großcousins oder Cousins zweiten Grades.
Der Link https://www.findagrave.com/memorial/145003869/emil-hari gibt dazu alle Infos zum Emil.
Die Linie wäre also demnach
Christian Hari --> Herman Hari --> Robert Hari --> viel Nachkommenschaft, davon vier Töchter in der GACC, kein Sohn mehr!
Christian Hari --> Emil Hari --> keine Nachkommenschaft
Die Amerikaner reisten oft mit vielen zusammen nach Europa und Emil war kurz nach 1900 in die USA gekommen, im Kandergrunder, Adelbodener Raum gab es wohl noch Verwandtschaft.
Mit der Adele Bollinger hatte er also keine Kinder und später mit der zweiten Frau, Marie Glück, da war es eine Altersheirat.
Aber von seinen Brüdern Herman und Adolph, da gab es Nichten, eventuell sind einige mitgekommen.
Die hießen auf jeden Fall auch Hari mit Nachnamen noch, wenn jung.
Es konnte somit also auch keinen Schwiegersohn geben, wenn nicht einmal Töchter sein eigen waren.
1953 war für Emil Hari ein wichtiges Jahr, denn abgestraft in Oregon für unschicklichen Umgang im Sinne der Gemeinde, während des Machtvakuums nach dem Tod des Ältesten in Silverton und er abgestraft gerade in Portland, halfen die Schweizer ihn wieder einzusetzen. Und diese Hilfe führte zu stärkeren Kontakten, erst recht, nachdem die Kriegsjahre diese unterbanden. Die Schweizer bekamen eine starke Kontrolle. Und Hari strafte erst einmal mit Rückhalt aus Europa die Kritiker seines Fehlverhaltens usw. ab, schmiss sie hinaus. Das fing mit wenigen Personen an und ging in die Zehnerzahlen, so dass Hunderte mit Kindern schließlich herauskamen. Die versammelten sich dann in den neu gebildeten Christian Apostolic Churches, die Hari-Gemeinde nannte sich fortan "German ACC".
Es ist mir zumindest ein Foto von Hari bekannt, ein unscheinbarer, eher Beamtentyp, er arbeitete bei der Post. Doch für die Gemeinde war er ein Gesalbter, ein besonders Bevollmächtigter, so dass in 1975 einige weinten, wie es nun weitergehen sollten, ohne den Papst gleichen Führer, der den Himmelsschlüssel doch bei sich trug und dies auch so andeutete.
Erinnert das vielleicht auch heutige oder ehemalige GETler an Personenkult, der betrieben wird, wenn Älteste kommen oder wenn sie etwas sagen? Führung lebt eben durch auch geistig Verführte, die etwas Heiliges in ihrer Führung sehen wollen und die mitmenschlichen Vergehen absichtlich übersehen, nicht sehen konnten, absichtlich übersehen. Bei jedem anderen hätten sie es kritisiert, aber nicht bei der Führung....Mind Control eben.
Mit Hari kam das Sündenregister nach Amerika, gelernt von Hans Lehmann oder ihm gelehrt, es scheint eher ein Mitbringsel nach Amerika. Und wer weiß, woher der Hans Lehmann es hatte. Es gab ja auf deutscher Seite einen Notar in hoher Stellung der GET, einen Finanzbeamten ebenso in Heilbronn usw. Da liegt die Verführung zur Aktenführung nahe. Es ist eben ein effizientes, Gehorsam abzwingendes Mittel, wenn man Geheimnisse anderer, auf Papier hat und jene zitieren könnte, wenn man sie braucht.
Es wäre mal interessant, wie jenes genutzt wurde. In all den "Reinigungsjahren" haben Personen bestimmt etwas Direktes mal gehört, was man aufgeschrieben hatte und öffentlich gemacht werden könnte. Auch hierzu bisher nichts hier, aber auf dieses Forum müssen Menschen erst einmal finden oder Interesse haben.
Die Sündenregister gab es vor Jahren noch in der GET und auch in der GACC. Darüber steht etwas hier auch im Forum, ein gutes Erpressungsmaterial. Das ging soweit, dass Bekehrende eine Liste aufschreiben mussten, was sie begangen hatten, die dann verwahrt wurde- eine zeitgleiche Form der STASI-Akten oder Weiterführung der GESTAPO?, immer schön Infos sammeln über Leute, sie dazu drängen, alle Sünden aufzuschreiben und dann etwas in der Hand zu haben....es muss schon ein seltsamer Geist sein, der darin noch etwas Gutes finden kann, wenn doch alles nach Reue und Buße weißgewaschen vor Jesus ist und nicht bestimmt für ewig, zum Entgegenhalten aufbewahrt werden soll.
Inoffizielle Mitarbeiter, Hinterherschnüffler, gab es genug, es war die eigene Verwandtschaft, die einen beobachtete, meldete, verriet, mied, strafte....wie es Älteste wollten, immer schön mitlaufend. Dazu fehlt es hier massiv an Kritik von Ehemaligen. Das ist aber notwendig, um einen freien Geist zu bekommen und nicht in der Vergangenheit doch verbrämt zurückzublicken.
Aber mit einigen argumentativen Kniffen kann man doch etwas Gutes hier hinein"exegieren", was diese Handlungen rechtfertigt... wie kann ein Ältester auch zutiefst niederträchtige Ziele haben, das geht doch nicht...nur in der bösen Außenwelt gibt es das, doch nicht bei jenen, die sich von einer Welt immer wieder neu bis in kleine und kleinste Gruppen abspalteten, um rein zu bleiben.....und doch nicht bei der eigenen Führung, die immer auch Verwandtschaft war. Die wollten nicht Macht, die wollten nur Gutes. Leider glauben das noch genug Leute, indem sie immer nur das Gute damals erinnern wollen....und alles andere nicht mitbekamen oder eher wegschauten. Aufarbeitung hier im Forum, nur ansatzweise.
Leider ist Fröhlich in dieser Hinsicht nicht besser gewesen, angefangen als durchaus diskriminierter Prediger, aber selbst natürlich auch nur glaubend, bei ihm läge die Wahrheit, der z.B. um die Anerkennung seiner Ehe kämpfte. Er ist aber nicht als liberaler Geist zu sehen, als aufgeklärter Geist(gegen den wehrte er sich ja vehement), sondern zeigte eher zuletzt, als Gemeindeführer vermehrt diktatorische Züge. Die Absonderung als wichtiges Gemeindeziel wuchs dann auch als Zentrallehre, der Missionsgeist verfiel, der ja im gewissen Sinne zeitweise Offenheit bedingt, zuzuhören. Wenn man z.B. Berichte hört, wie mit Taufgesinnten umgegangen wurde, die sich versammelten, so mag diese Diskriminierung auch im Kontext gesehen werden, wie vehement man auch gegen die zu laschen Christen wetterte, hetzte würde man heute sagen, sie reizte, sie direkt oder in Predigten beschimpfte. Da wurden Familien auseinandergerissen. Es ist nicht ein Geist der Aufklärung gewesen, der gegen Stursinnigkeit kämpfte, sondern eher neue Rechthaberei gegen Altgewohntes. Oder die neu gefundene Wahrheit gegen die angeblich und oft auch wirklich verlorene Wahrheit(Gläubigkeit) auf der anderen Seite.
Unter ihm gab es Ausschlüsse vieler Art, besonders, wenn man seine Wiedergeburtslehre in Frage stellte.
Es ergibt sich eher das Bild, eines Predigers, der genug geschlagen wurde, aber zuletzt mit Fülle seiner Macht selbst genug ausschlug und starrsinnig an der Macht klebte, nicht Widerspruch duldete. Fröhlich sollte mal so kritisch gesehen werden, wie es nötig ist.
Beitrag geändert von GET-Wissensinteressierter (29.09.2024 10:47:27)
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Beitrag geändert von Basler (10.09.2025 15:38:56)
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Zu Ihrer Kritik:
Wie nennen Sie es denn, wenn jemand, aus der Sekten ausgetreten, wieder eine neue Heilslehre findet, diesmal völlig ohne Gesetzesbezug, sondern nur Erkenntnis Jesu reiche, dann mit Weltuntergangsvideos wirbt usw.?
Ist das nicht diese angebliche Läuterung vom alten Heil und das Finden eines neuen? Wieder selbstgerecht und alles besser wissend, nur die Seite und Gemeinschaft hat sich geändert?
Sie können es im Forum nachlesen! Was gibt es doch für neue Heilsverkünder, nur die Seite hat sich gewandelt. Da ist man dann selbst Ältester geworden und verkündet neue Wahrheiten, früher blieb man still, machte alles mit, dazu gehört auch Nichtsdagegensagen!, heute sagt man anderen etwas und betrachtet nicht einmal kritisch die Vergangenheit.
Des Weiteren, warum sollte ich noch vieles beitragen auf Verlangen? Es ist doch wirklich skurril schon, dass hier Leute von einem Auswärtigen Rechenschaft quasi schon abforder(te)n ob seines Interesses, dann so tun, als ob Gemeinschaft miteinander besteht, die nicht einmal in der Sekte selbst so bestand, wenn man irgendwie kritisch angesehen wurde. Wen fürchtete man denn innerhalb der Sekte neben dem Verlust der Gotteskindschaft oder was immer man dazu sagte? Die Oberen, die Mitschwestern, die Mitbrüder, denen man sich weder kritisch gegenüber äußern konnte oder denen man nicht trauen konnte, allein schon bei Alltäglichkeiten, wohin man in Urlaub fuhr und was man mitteilen konnte.. eine totalitäre Gemeinschaft, die durch Sozialdruck Zusammenhalt erzwang, nicht, die freiwillig gewachsen war und in der eigentlich nur innerhalb Gezeugte noch kamen, nur die Masse wurde immer kleiner im Laufe der Zeit.
Eine wahre Läuterung ergibt sich erst, wenn man rückblickend, nicht verklärend erkennt, man war in einer totalitären Gruppe, die nicht unbedingt mit dem Gelde ausnutzte, aber derartig ins Leben eingriff, dass man unter Zwängen stand und mit Angst lebte. Dazu muss man kommen, nicht, ach wie schön waren die Nachmittage oder der Gesang usw. Eher, wie hat man selbst es unterstützt, dass jemand gemieden wurde...wie hat man durchs Nichtsdagegentun oder Mitlaufen Glaubensdiktatur unterstützt.
Das ist das Wesentliche. All diese Rückblicke, wie gut es doch war, nun so etwas gibt es ohne Zwang auch in anderen Gemeinschaften, die gewachsen sind und nicht durch Abschottung zu einer Kleinstgemeinschaft des Restes der noch Anwesenden wurden. Diese Versuche, das Gute zu sehen, sind nett und schön, aber zeigen doch auch einen Unwillen, nicht sehen zu wollen, worin man wirklich gefangen war, Täter und auch Opfer war, gerade Täter im Umgang mit denjenigen, die dann doch etwas sagten, Sozialmeidung mitmachte, ausgeschlossen wurden, nicht nachfragte, mitglaubte, usw.
Ich stelle jetzt auch mal eine Forderung auf! Bitte reflektieren Sie die Zeit mal kritisch, den Umgang der Gruppe miteinander, mit Leuten am Rande der Gruppe, mit Ausschlussgefährdeten oder auf der Strafbank Sitzenden damals....das wäre Erkenntnisgewinn, nicht der halbe Schritt nach vorne und dann wieder rückwärts mit "es war so schön bei diesem und jenem..".
Das ist nämlich die Erkenntnis jedes Gefangenseins: Es gibt durchaus schöne Momente, selbst im schlimmsten Lager gibt es schöne Zeiten, aber im Ganzen wurden man doch eingeengt und im Denken gelenkt, dass man nicht mehr von Freiheit reden kann...und leider zieht sich dies in diesen Rückbetrachtungen fort...Es muss ja doch schön bleiben. Schön war es nicht für die Ausgeschlossenen, die die mangelnde Liebe der Drinnebleibenden erlebten...oder derjenigen, die etwas Normales machten, was verboten war innerhalb der Gruppe und dann angeschwärzt wurden..usw..
Und sehr geehrter Basler, wenn es schon um Unterstellungen und um Polemik geht, so verweise ich auf Ihre gelöschte Antwort vom 27.3.2020 auf den Beitrag der Userin Martina Laager!
Seinerzeit antwortet Sie Ihnen so:
"So spricht man also in diesem Forum miteinander? Ich habe gedacht, dass man hier wie oben zitiert, offen über seine Erfahrungen und Erlebnisse sprechen darf, ohne bewertet zu werden (was ich mit viel Herz und Achtsamkeit auch getan hab). Vielen Dank für die Ehrlichkeit,
so weiss ich, dass ich hier gegen Hindernisse stosse und in dem Fall jemandem zu nahe getreten bin, oder jemand etwas schützen will...."
Wie mir von anderer Stelle mitgeteilt wurde, jemand hatte sich den Screenshot gemacht, enthielt Ihr Beitrag Beschuldigungen und griff die Frau Laager an.
Nun, immer mit bestem Beispiel vorangehen, nichts löschen, wenn man sich im Tone vergriff und nicht nachher mit Ausreden kommen, wenn man alles löschte.
Ich werde hier nicht noch mehr Erfahrungsberichte mitteilen, die schon längst an anderer Stelle stehen und nachgelesen werden können, aber es schon mehr als skurril, wenn man draußen Hilfe und Ansprache suchte, weil man austrat und dennoch gegenüber dieser doch eigentlich nur freundlich reagierenden Außenseite dann weiterhin so kritisch beäugend bleibt, wie man es durch die Lehre, draußen seien die bösen Weltmenschen, die auf falschen Wege wandeln, innerhalb der Gemeinschaft gelehrt bekam.
Wo war denn eher der böse Weltgeist vorhanden durch Misstrauen, Angstschüren, Hinterherschnüffeln, Anschwärzen vorhanden?
Erkenntnisgewinn ist es, wenn man einsieht, dieses Misstrauen ist eher auf Personen innerhalb der ehemaligen und noch jetzigen Gemeinschaft zu richten, statt auf Fremde, denn von innen kam und kommt die böse Handlung auf einen zu, wenn man sich irgendwie nicht in der Spur befand oder befindet. Dann nützen auch keine schönen Kuchennachmittage am Sonntag mehr, es kommt auf das Wesentliche an.
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