Wir teilen Informationen und Erfahrungen bezüglich der Gemeinschaft der Evangelisch Taufgesinnten - GET (Nicht Nazarener).
Du bist nicht angemeldet.
Seiten: 1
Neue Rubrik – damit man sich nicht mehr so mühsam durchscrollen muss. Ferner: Es geht ja offenkundig nicht mehr so sehr um die „Lehre des S. H. Fröhlich“, sondern vielmehr darum, das, was inzwischen daraus geworden ist, weiterzuspinnen und lebendig zu erhalten, vielleicht auch darum, da und dort ein paar unnötige Verkrustungen aufzuweichen. Dies in liebevollem Gedächtnis an die Väter und Mütter, die da in guten Treuen mitgewirkt haben, und die halt auch in diesem Gedankengut ihre Befangenheiten und Begrenztheiten fanden. Das durfte alles so sein, wie es war – aber das ist kein Grund, dort stehen zu bleiben.
Hoffnung
Es gab in meinem Leben eine Phase, da hing über meinem Schreibtisch der Ausspruch des Liedermachers Wolf Biermann: „Wir müssen vor Hoffnung verrückt sein.“ – Im Rückblick stellt man sich dann die Frage: Wie verzweifelt muss ich damals gewesen sein, dass ich mir einen solchen Spruch vor die Augen stellen musste? Man ist dann froh, in der Vergangenheitsform reden zu können. Irgendwann verschwinden solche „Aufhänger“ dann wie von selbst wieder von der Bildfläche, auch ohne die Mitwirkung eifernder Bilderstürmer.
Kurz ein paar Worte zu Wolf Biermann, der eine Zeitlang freiwillig in der DDR gelebt hat. In einem seiner Lieder lässt er seine „Muhme“ (Grosstante) in Hamburg beten: „Oh Gott, lass du den Kommunismus siegen.“ Damit beschreibt er wohlwollend-liebevoll die köstliche Naivität dieser alten Frau. Sie hatte nicht begriffen, dass die Feinde der westlichen Mammondiener nicht schon deswegen „die Guten“ waren. Und sie hatte auch nicht gemerkt, dass Gott in diese Verhältnisse nicht eingreift, sondern solches eben gerade der Freiheit und dem verantwortlichen Gestaltungswillen der Menschen anheimgestellt hat. „Wir mischen uns da ein wenig ein / soo soll es sein, soo wird es sein“, singt Biermann in einem andern Lied. – Wir sind aufgerufen, das wunderbare Schöpfungswerk seinem Ziel näherzubringen.
Aber nicht den Biermann will ich hier propagieren – den kann man sich gerne ersparen. Nicht so die Froh-Botschaft: Lukas 18, 35 – 43. Was mich beeindruckt an dieser Geschichte der Heilung eines Blinden ist nicht so sehr die Heilung selbst (die ist auch wunderbar), sondern mehr noch das, was ihr vorausgeht. Im ganzen vorangehenden Kapitel liegt eine Stimmung, die sich immer mehr verdichtet, vertieft, intensiviert. Ich führe das jetzt nicht weiter aus – lesen Sie das Kapitel selber und lassen Sie die Stimmung in sich aufleben. – Und dann erreicht diese Stimmung eine Intensität, dass sie eben auch diesen Blinden erfasst. Und er beginnt zu schreien wie ein Verrückter, und lässt sich von „denen, die vorangingen“ (jüngste? älteste?) weder durch Bedrohung noch durch Besänftigung abhalten; die Hoffnung bricht unaufhaltbar durch. Und dieser Vorgang wird im Vers 42 von höchster Instanz als „Glaube“ bezeichnet. Glaube als durchbrechende, durch nichts mehr aufzuhaltende Hoffnung – hat jemand von Euch schon eine treffendere, zugleich poetischere (und hoffnungsvollere!) Umschreibung angetroffen?
Beitrag geändert von Basler (21.02.2026 14:00:31)
Offline
Zukunft
Zu „meiner“ Zeit in der Gemeinschaft (1950er Jahre) wurde immer wieder (und zunehmend) die Stimmung hervorgerufen, die „besten Zeiten“ lägen weit zurück. „Früher“ hätten sich die Jungen noch „traubenweise“ bekehrt – heute allenfalls noch da und dort „eine Beere“, wenn überhaupt. Die „Unglaubensnacht“ nehme allmählich überhand. Der Höhepunkt sei überschritten – es könne mit der Menschheit (und mit der Gemeinschaft?) nur noch bachab gehen; es gelte in dieser „Endzeit“ nur noch „auszuharren“. – Die lieben Leser kennen diese Töne, nehme ich an. – Ich hatte damals gelegentlich das Gefühl, ein Zuspätgekommener zu sein. So etwas verfestigt sich mit der Zeit (und mit den endlosen Wiederholungen), und ich glaube, ich wurde zumindest in ein paar Gegenden meiner Seele zu einem Vergangenheits-Nostalgiker.
Nun stosse ich vor ein paar Tagen auf einen Text mit der folgenden Aussage: „Für die wichtigsten Dinge ahnen die Menschen noch gar nicht einmal, was Harmonie und Zusammenklingen der Seelen ist. Es ist wirklich so, dass das Christentum erst am Anfang des Wirkens (steht).“ Das Christentum werde immer tiefer in die Seelen eindringen und uns veredeln. Kommende Generationen würden merken, dass sie sich anschliessen müssen an die Christus-Kraft, sich mit ihr durchdringen müssen, wenn sie weiterkommen wollten. – Der Christus-Impuls, so heisst es da weiter, müsse noch „etwas ganz anderes“ werden, als es heute „selbst bei den edelsten Geistern“ verstanden werde.
Das sind ganz andere Töne. Schwarzmalen, nur weil man selbst es noch nicht ganz erfasst hat – und weil man sich auch nicht vorstellen will, dass es vielleicht andere geben könnte, die schon etwas weiter sind und die möglicherweise weiterhelfen könnten. Oder aber einfach sich eingestehen: „Ja, das ist alles so wunderbar, eigentlich unfassbar, da muss ich mich gar nicht schämen, dass ich es noch nicht voll erfasst habe. Aber das Ringen darum ist doch eine so erfüllende Tätigkeit, die einzige, die sich wirklich lohnt – auch wenn ich nur einen Schatten von der ganzen Tiefe der Bedeutung erhaschen kann.“
Und natürlich „ruht der Feind nicht“, wie der Blick auf die Zeichen unserer Zeit deutlich macht. Umso mehr sind wir gefordert; die „lichten Zeiten“ kommen nicht ganz von selbst. Es gibt noch Arbeit zu leisten. Der Höhepunkt des Segens ist nicht etwa schon überschritten, sondern liegt in weiten Fernen vor uns. Zukunft!
Offline
Geistesgegenwart
Es gab in der Nähe unseres Wohnortes eine Frau, Gattin eines Lehrbruders und Mutter eines ungefähr gleichaltrigen gelegentlichen Spielkameraden, die war in jungen Jahren „von der Welt“, genauer aus dem Kandertal, unweit nördlich von Basel im Badischen, nach Basel gekommen und hatte als Dienstmädchen zufällig eine Anstellung in einem geisteswissenschaftlich orientierten Haushalt gefunden. Wie lange sie dort gelebt und gearbeitet hat, weiss ich nicht; jedoch war sie, offenkundig an der Religionsfrage interessiert, von jenem Gedankengut nicht unberührt geblieben. Durch ihren späteren Ehemann kam sie dann glücklich zu den Taufgesinnten. – Sie war eher wortkarg, und es gibt nur eine Aussage von ihr, an die ich mich erinnere, in einem Gespräch, bei dem auch meine Eltern und andere Erwachsene anwesend waren: „So kompliziert kann eine Glaubenssache nicht sein.“
Das wuchtig wirkenden Argument für den Weg, auf dem auch „Narren und Toren nicht irren können“, erfuhr selbstverständlich keinen Widerspruch. Das einfache Gemüt der Hirten war der Botschaft näher als all jene Schriftgelehrten, Pharisäer und weise sein Wollenden. Wenn Gott sein Wort verkünden wollte, konnte er es auf die Zunge eines unbedarften Emmentaler Lehrbruders legen; der würde es reiner überbringen als irgend so ein Theologen-Schlaumeier, der glaubte, seine eigene Weisheit da auch noch mit einflechten zu müssen.
Ein zweiter Blick auf die Frage stimmt dann etwas nachdenklicher. Ausser den Hirten aus der Umgebung Bethlehems waren da auch noch weise Könige von weit her angereist. Die hatten offenbar einen Zugang zu dem, was in der „geistigen Welt“ sich anbahnte; sie konnten die Zeichen lesen, den Stern erkennen. Sie waren nicht „erschrocken“ wie die Hirten, sie konnten „Bedeutung erkennen“ und sich fraglos auf die weite Anreise begeben. Könnte man so etwas als „Geistesgegenwart“ bezeichnen? Wache Aufmerksamkeit, die dazu verhilft, das Wesentliche mitzubekommen? Hoher Anspruch – scheint aber vorzukommen.
Oder dann der Blick auf den Jesusknaben: Der war mit seinen zwölf Jahren ein aufgeweckter Bursche, der jenen Schriftgelehrten im Tempel ohne weiteres Paroli bieten konnte. Da war von falscher „intellektueller Genügsamkeit“ nichts zu spüren; Begabung war ein Segen, zu ihr konnte (musste!) er in Demut stehen, und er brauchte sie jedenfalls nicht zu verstecken. – Der kritische Blick auf die „Schriftgelehrten“ galt nicht dem Intellekt, sondern der Begrenztheit, Verbohrtheit, Borniertheit. – Ein anderer Name, der einem in diesem Zusammenhang unwillkürlich einfällt, ist Paulus, ein Gebildeter auf der vollen Höhe seiner Zeit, der in seiner Arbeit all das einsetzte, was ihm zur Verfügung stand.
Wir sind mit Geist begabt, dessen sollen wir uns in Dankbarkeit gewärtig sein. Das begründet eine Verpflichtung, „mit den anvertrauten Pfunden zu wuchern“. Wenn es so anspruchsvoll ist, die Erlösungstat zu fassen, wirklich in ihre Tiefen zu dringen, dann müssen wir uns halt anstrengen, liebe Tante K. Darf ich dir entgegenhalten: Überall, wo eine „Glaubenssache“ vereinfacht, ins Banale heruntergeholt wird, müssen sämtliche Alarmglocken läuten.
Übrigens: Die Lehre der Taufgesinnten empfand ich alles andere als einfach. Da wurden wir gedrängt, „etwas zu tun“, wussten aber sehr klar, dass das Licht von Damaskus an einem Punkt uns treffen würde, wo wir es am wenigsten erwarten. Mit diesem Widerspruch fühlte ich mich schon früh alleingelassen. Wenn ich bei meiner Mutter, die sich in sehr jungen Jahren bekehrt hatte, nachforschen wollte, verwies sie mich an den Vater. Diesen zu fragen, getraute ich mich nicht; im übrigen hätte ich gerne erfahren, wie der Christus-Geist, schon in früher Jugend aufgenommen, bei meiner Mutter gewirkt hatte. Er hat sie jedenfalls „stark im Dulden“ gemacht – das kann ich mit Gewissheit sagen.
Wer es „einfach“ haben möchte, schwebt in Gefahr. Oder mit Wolf Biermann: „Wer sich nicht in Gefahr begibt, der kommt drin um.“ Ein Lehrbruder verhaspelte sich in einer Betrachtung. Nachdem er Anstrengung in Richtung Bekehrung eingefordert hatte, kam er auf die Vorsehung zu sprechen und sagte sinngemäss, unser ganzer Lebensweg sei vorgezeichnet. Noch im Sprechen fiel ihm der Widerspruch auf, er war irritiert, legte eine sichtbar unfreiwillige Pause ein – und kam dann auf die rettende Idee: „Alles ist vorgezeichnet – nur nicht die Frage der Bekehrung, die ist uns anheimgestellt.“ Nein, lieber Bruder: Wenn Christus mich erfasst, bleibt von meiner ganzen Biographie kein Stein auf dem andern.
Widersprüche sind nicht dazu da, dass man eine „einfache Auflösung“ sich einfallen lässt. Vielmehr soll man sie anerkennen, in ihrer ganzen Wucht, anerkennen als Aufgabe, an der man sich abzuarbeiten hat. War jener „rettende Einfall“ des Lehrbruders damals nun Gotteswort oder Ausdruck einer menschlichen Hilflosigkeit? Beides! Denn ich erkannte in diesem Augenblick, dass ich hier keine Antworten auf meine Fragen finden würde; ich erfuhr durch jene Betrachtungsstunde einen mächtigen Schub in Richtung eigener Wegsuche – dafür kann ich nur von Dank sagen. Der Geist ist in seiner Wirksamkeit gegenwärtig.
Offline
Polarität auf der Strafbank. Der Preis der Trennung
Dieser und der nächstfolgende Beitrag haben nicht den Anspruch, von allen Lesern verstanden zu werden. Weil ich mich wiederholt zur Trennungsgeschichte geäussert habe, fühle ich mich zu diesen Abrundungen verpflichtet.
Was geht mich denn diese Trennung an? Weshalb kann denn dieser inzwischen wirklich weit aussen Stehende nicht einfach Ruhe geben? Nach über 100 Jahren ...
Das Leben findet in Polaritäten statt. Dass es Gut und Böse gibt, liegt sozusagen in der „Übungsanlage“ des grossen Entwicklungsplanes der Menschheit. Ein Stein kann nicht böse sein, aber dann halt auch nicht gut. Oder, noch elementarer: Es gibt ein Einatmen, wunderbar, aber dann auch ein Ausatmen, entspannend! Und nur die Verbindung dieser Pole ist belebend. – In einer Schulklasse gibt es die vielleicht etwas langweiligere „Gegend“ des Klassenprimus, und dann die lebhaftere Ecke, wo die Streiche ausgeheckt werden. Es ist die Verbindung dieser Zentren, die den Wert, die Färbung der „Klassenkultur“ ausmacht. Und in beiden Ecken werden wichtige Lernerfahrungen gemacht, an denen die jeweils andere Ecke partizipiert. Das ist der Wert der Vielfalt.
In wohl jeder religiösen Gemeinschaft gibt es „orthodoxere“, „konservativere“, „fundamentalistischere“, „traditionalistischere“ Tendenzen, deren Gegenpol man zusammenfassend am ehesten als „etwas liberaler“ benennen könnte. In solchen Schattierungen liegt die belebende Vielfalt der Gemeinschaft. Gegensätzlichkeiten dieser Kategorie bauen die energetischen Spannungen auf, von denen die Gemeinschaft lebt, an denen sie wachsen und sich entwickeln kann. Würden die „Einatmer“ sich von den „Ausatmern“ trennen, wäre es mit beiden Seiten vorbei.
So ist mit der Trennung die Gemeinschaft verarmt. Auf der einen Seite fehlte die „Erdenschwere“ der Fundis, mit Folgen, die man ganz konkret umschreiben kann, was aber hier nicht meine Sache ist. Auf „unserer“ Seite fehlte liberale Substanz. Emil Hari war ein „Einatmer“, auch in seinem Sprachduktus. Meine Kinderseele war ständig auf der Suche nach „gütigen Ausatmern“; es gab noch welche, aber die meisten von ihnen haben, wie mein Grossvater, ihren Lebensabend auf der Strafbank abgesessen.
Jeder von uns hat alle erdenklichen Polaritäten in sich. Wo Gemeinschaften damit zurechtkommen, indem sie Integration leisten, kommt das auch dem Einzelnen zugute. Wo nicht, muss halt der Einzelne selbst damit zurechtkommen. Das ist mein Bezug zu jener Gemeinschaft: Wieviel Arbeit sie durch Nichtbewältigung grossmütig mir überlassen hat. Darüber beklage ich mich in keiner Weise, ganz im Gegenteil. Und ich kann mir wirklich vorstellen, dass mein Grossvater auf der Strafbank besser versorgt war als vorne in den Querbänken. Das gütige Schicksal stellt uns sehr genau an den Ort, wo wir den grössten Lernnutzen haben.
Offline
Grössere Zusammenhänge
Auch dieser hoffentlich letzte Beitrag zur Trennungsgeschichte dient der Abrundung und einer fundamental neuen zusätzlichen Perspektive.
Anlass zu diesem Beitrag ist eine breite Lektüre über das damalige Weltgeschehen, das bekanntlich wenig später in den ersten Weltkrieg gemündet hat. Ich kann und will das nicht alles hier zusammenfassen; es geht weniger um „Historisches“ als um – nicht ganz einfach zu formulieren – „geistige Hintergründe“ der Entwicklungen und Besonderheiten der Völkerschaften, die sich da gegenüberstanden.
Wer stand sich denn da gegenüber? Da gab es zum einen den anglo-amerikanischen Raum, verstandesmässig-technisch am weitesten fortgeschritten; für sie war die Beherrschung der Meere und der Kolonialwelt unverzichtbar, und ihre Sorge war, dass Mitteleuropa – gar etwa in friedlicher Verbindung mit dem Osten – ein zu starker Konkurrent werden könnte. – Dann gab es den „gemüthhaften“, noch weitgehend agrikulturell-feudalistischen slawischen Osten sowie ein Mitteleuropa, das mit seinen „Klassikern“ und auch mit seiner wirtschaftlichen Entwicklung schon ein höheres Niveau der Individualisierung erreicht hatte. Die wussten, dass sie nur mit dem Osten zusammen weiterkommen konnten; das ging aber noch nicht, wie es auch heute noch nicht geht, für jedermann offenkundig. Es wird aber kommen müssen.
Nun ist mir einfach die Parallele zur Gemeinschaftsgeschichte aufgefallen. Gab es da nicht auch genau diese Konstellation, dass Anglos den friedlichen Umgang zwischen diesen Ungaren und Serben mit den Deutschsprachigen nicht zulassen konnten? Wie die Anglo-Amerikaner systematisch und mit langem Atem auf den Weltkrieg hingearbeitet haben, setzten sich „die Amerikaner“ militant für die Trennung ein. Ihre wiederholte Anwesenheit, in grösserer Anzahl, an solchen Brüderverammlungen, trotz aufwendiger Hin- und Rückfahrt über den Ozean, und mit unmissverständlichem Pressing in eine klare Richtung, wirkt im Vergleich zur „Ausgleich suchenden“ Haltung der Europäer schon fast wie professionelles Lobbying. Wer die Weltmeere beherrscht, weiss, was er will.
Dass jene, die mit „dieser Welt und Zeit“ nichts zu tun haben wollen, genau diese Welt und Zeit in sich abgebildet haben: Da waren Kräfte und Motive im Spiel, von denen die Akteure keine Ahnung hatten. Und da war „kriegerisches“, zumindest kampfbetontes Potenzial am Werk – in der Versammlung! – das sozusagen den ersten Weltkrieg schon geistig vorweggenommen hat.
Und diese Geschichte kann man extrapolieren – sie geht ja weiter, und sie ist heute (jedenfalls auf der politischen Ebene) kein Deut anders als damals. Emil Hari könnte in dieser Betrachtung gesehen werden als ein früher Vorläufer von Trump, der alles wegfegt, was an Regeln oder Mitstreitern sich seinen Vorhaben entgegenstellt. Amerikanische Machtdynamik wähnt sich als europäischer Geisteshaltung (vorläufig, scheinbar!) massiv überlegen. Auch aus diesem Blickwinkel betrachtet ist es wichtig, dass in Gemeinschaften geistige Bewusstheit gepflegt wird, statt in blindem Eifern unbewusst elende Weltpolitik zu reproduzieren.
Offline
Seiten: 1